Nordseegarnelen.de

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Da auch der Krabbenfang von Fangquoten betroffen ist, und auch die Fangmengen durch Überfischung stark zurückgegangen sind, bieten immer mehr Krabbenfischer, Touristen die Möglichkeit an, einmal eine Fangfahrt live mitzuerleben.

Los gehts oft schon in den frühen Morgenstunden. Eine Krabbenfahrt kostet etwa € 10.- bis € 15.- (Kinder- und Gruppenfahrten erhalten meist Ermässigungen). Hier ist ein Link zu einer solchen Seite eines Krabbenfischers aus Büsum: Eine Fangfahrt mit dem Krabbenkutter live miterleben!

Eine solche Fahrt sollte unbedingt einmal mitgemacht werden und ist für Alt und Jung ein faszinierendes Erlebnis. Der Fang wird noch auf dem Schiff aussortiert.

Manchmal kommt es sogar vor, dass dabei ein Stück Bernstein gefunden wird. Falls Sie der glückliche Finder sind, dürfen Sie den Bernstein sogar behalten! Fische, Seesterne, Seeigel und andere Beifänge werden wieder ins Meer zurückgeworfen.

Das wissen auch die Möwen, die den Krabbenkutter in grossen Schwärmen begleiten und auf den ein oder anderen zurückgelassenen Leckerbissen warten. Traditionell ist von April bis November Fangzeit.

Die beste Fangzeit jedoch ist der Herbst, dann sind die Nordseegarnelen schön gross und gut im Futter. In den letzten Jahren ist man immer mehr dazu übergangen , ganzjährig -soweit es das Wetter erlaubt- dem Krabbenfang nachzugehen. Die Krabben werden dann oft noch direkt im Hafen verkauft.

Etwa 10.000 Tonnen Nordseekrabben werden noch jährlich in Deutschland gefangen. Neben Dänemark und Deutschland, ist Holland am stärksten am Krabbenfang beteiligt und mittlerweile Marktführer auf diesem Gebiet geworden. Der Grossteil, den Sie dann im Supermarkt kaufen, oder auf dem Teller im Restaurant bekommen, geht nach Polen, Weissrussland, Marokko und in andere Billiglohn-Länder, wo sie von Hand gepult (geschält) werden. Tiefgefroren/gekühlt machen sie sich auf den Weg in diese Länder.

Krabbenpulen in Deutschland ist heutzutage nicht mehr profitabel. Sonst würde ein Schälchen Krabben soviel Kosten, wie guter Kaviar. Die schnellsten Krabbenpuler schaffen es in diesen Ländern auf etwa 8 Kilogramm am Tag.